So meistern Eltern die Hausaufgaben – Teil 1

Mit dem Schulstart taucht meist (wieder) das stressige Thema Hausaufgaben auf. Hausaufgaben belasten nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Eltern empfinden Hausaufgaben als anstrengendes Dauerthema, das Nerven und Zeit kostet.

Auch durch die Presse flammt das Hausaufgaben-Thema immer wieder neu auf. In Nordrhein Westfalen gibt eine Verordnung nun zeitliche Beschränkungen für die Hausaufgabenbearbeitung vor und nicht zuletzt seit der Hattie-Studie diskutiert ganz Deutschland über den Sinn oder Unsinn von Hausaufgaben. Sämtliche Zeitungen berichten weiterhin unablässig vom starken Leistungsdruck auf Schulkinder. (vgl. Die Welt, 12.08.15)

Um im Vorwege Unmut, Stress oder Ablehnung entgegenzuwirken, haben wir für Sie in dieser dreiteiligen Blogserie einige Tipps und Anregungen zum Nachdenken über Hausaufgaben zusammengestellt.

Bockige Kinder und genervte Eltern? Ein alltägliches Szenario wenn es um Hausaufgaben geht. Viele Eltern sind ratlos, wenn es um die Erledigung der Schulaufgaben geht. Die gute Nachricht: Sie sind nicht allein, sondern es geht vielen Familien so. „Das Wort Hausaufgaben löst [bei Kindern] die gleichen Vermeidungsreflexe aus wie das Wort Vitamine“ (Die Welt, 27.03.15).

Die Erledigung der Hausaufgaben ist wie ein Teufelskreis: Das Verhalten der Eltern (meist sind es unbewusste Muster, die sich immer wieder abspielen) hat dabei einen starken Einfluss auf das Verhalten und die Kommunikation des Kindes. Dieser Teufelskreis sollte hinterfragt und unterbrochen werden: „Wenn Sie weiterhin das tun, was Sie bisher getan haben, werden Sie weiterhin das bekommen, was Sie bisher bekommen haben.“ G. Kayen

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Sind die Beteiligten bereit, ihr bisheriges Verhalten zu hinterfragen und zu verändern, so kann der Teufelskreis unterbrochen werden. „Jede Veränderung beginnt in uns selbst“, sagte bereits der Dalai Lama. Deshalb macht es Sinn, dass gerade die Erwachsenen, die Eltern, sich Gedanken zu ihrer generellen Einstellung zu den Hausaufgaben machen und ihr verhalten reflektieren.

Ändern Sie sich selbst und nicht Ihr Kind! Meist strahlt dies positiv ab und Ihr Kind reagiert anders.

Ein häufiges Problem: Leider wollen viele Eltern zuerst ihr Kind ändern, statt sich selbst. Das ist nicht nur ein mühsamer und beschwerlicher Weg, sondern auch einer der höchstwahrscheinlich (und zum Glück) erfolglos sein wird. Jeder Mensch, ob klein oder groß,  ist eine eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Vorstellungen und kann sich demnach auch nur selbst ändern. Dazu braucht man auch selbst den Wunsch und Willen zur Veränderung.

Hinterfragen Sie Ihre Einstellung! Werden Sie sich über Ihre eigenen Gefühle zur Hausaufgabensituation bewusst!

Viele Kinder und Eltern verspüren Ärger, Frust, Enttäuschung, Überforderung, Unruhe,  Stolz – eben leider eher negative Gefühle mit der Hausaufgabenerledigung.

Was fühlen Sie, wenn Sie sich eine konkrete Hausaufgabensituation vor Augen rufen? Oder geht es Ihnen so, wie der Mutter in diesem Video?

Diese Frage kann Ihnen dabei helfen über Ihre aktuelle Situation nachzudenken: Wie viel Wert legen Sie darauf, dass Ihr Kind die Hausaufgaben gut, fehlerfrei oder überhaupt macht? Was erhoffen Sie sich davon, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind an die Aufgaben machen bzw. diese kontrollieren? Als Anregung: Es sind ja Hausaufgaben und nicht Elternaufgaben 😉

Denken Sie an die Zukunft: Welche Gefühle möchten Sie gern haben? Wünschen Sie sich entspannter zu sein, ruhiger zu werden, lockerer oder offener zu sein?

Ich hoffe, Sie konnten im ersten Teil unserer Hausaufgaben-Serie bereits einige Inspirationen für sich entnehmen. Im nächsten Teil der Serie decke ich praktische Tipps auf mit Hilfe derer der Hausaufgabenalltag spielend leicht gemeistert werden kann.


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