So wurde ich Lerncoach …

Als Vorbild für eine vollkommen durchstrukturierte und geradlinige Karriereplanung sollten Sie mich nicht wählen. Nach meinem Abitur war ich hin- und hergerissen unschlüssig darüber, was ich machen möchte:
Vom Studium des deutsch-dänischen Managements bis zur Frisörlehre – ich war für vieles aufgeschlossen sowie neugierig und begeisterungsfähig. Das ist noch heute so (deshalb sausen in meinem Kopf auch immer so viele Ideen herum).Über den Umweg eines kurzen Studiums des Grund- und Hauptschullehramts absolvierte ich schließlich eine Ausbildung zur Krankenschwester. Es lag mir nicht, in Linguistik darüber zu philosophieren, warum der Tisch Tisch heißt. Mir gefiel es hingegen, tatkräftig praktisch zu arbeiten. Handfest ging es dann auch mit dem Studium des Lehramts für berufliche Schulen/Oberstufen weiter. Als Lehrerin war ich an verschiedenen Schulen tätig. Norddeutschland bin ich, zumindest im Hinblick auf Wohnort und Heimatgefühl, immer treu geblieben. Viele meiner jetzigen Kunden aus Mittel-/Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz betonen meine „erfrischende, natürliche und nordische Art“.Auch was den Urlaub angeht, trifft der Spruch „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht“ auf mich zu: Urlaub an der norddeutschen Nord-/Ostseeküste oder in Dänemark – und ich bin glücklich. Bei meiner Arbeit bin ich hingegen nicht so genügsam. Man(n) (d. h. mein Mann) bezeichnet mich als „zierliches Arbeitstier“. Das stimmt, ich arbeite gern! Auch, weil ich so viele Ideen habe, die ich umsetzen will. Deshalb habe ich mich schließlich selbstständig gemacht und 2009 mein eigenes Institut für Coaching, Fortbildungen und Lerncoaching gegründet. Wenn ich schon selbst und ständig arbeite, dann bitte gleich als Selbstständige.Wie bitte: Ob es davon nicht schon genug gäbe? Wer ist so übermütig? Wer gibt eine sichere Arbeit bei einer Behörde bzw. im Schulsystem auf? Braucht die Welt einen weiteren Coach, Lerncoach oder ein zusätzliches Fortbildungsinstitut? Warum? Ganz einfach: weil ich als Lehrerin die Grenzen des Lehrens und Lernens sowie den eingeschränkten Handlungsspielraum in der Schule selbst erlebt habe. Als Lehrerin wird gelehrt, belehrt und geglaubt oder gehofft, dass die Schüler etwas lernen, erlernen. Es gibt viele Lehrer und kaum Lerncoaches an Schulen. Wer mit Leib und Seele Lerncoach ist, den schränken die geringen zeitlichen und personellen Ressourcen im Schulsystem ein. Kennen Sie einen Lehrer, dessen Flamme so lodert, dass er genügend Zeit, Raum und Bereitschaft aufbringt, um sich als Lerncoach auf Augenhöhe voll und ganz auf die Bedürfnisse einzelner Schüler einzulassen? Wenn ja, dann bleibt folgende Frage: Wie lange hat er genug Sauerstoff, bis diese Flamme erlischt?Deshalb verbinde ich Lehre und Lerncoaching miteinander. Zum einen arbeite ich als freiberuflicher Lerncoach und unterstütze Lernende, sodass sie ihre Ärmel hochkrempeln und ihr Lernen selbst anpacken. Zum anderen bilde ich Lehrer zu Lerncoaches aus, damit die Lerncoaching-Flamme verstärkt die Schulen ansteckt und das Lerncoaching-Feuer auch dort die Herzen der Schüler erwärmt.Und, wie läuft’s? Viele Schulen und Lehrerkollegen erfreuen sich an meinen Fortbildungen und lassen sich für das Thema Lerncoaching entflammen. Seit 2010 habe ich über 500 Lerncoaches zertifiziert.Für alle, die einen ähnlichen Weg wie ich einschlagen und dem Schulsystem den Rücken kehren möchten: 2015 habe ich die Hanna Hardeland – Lerncoaching-Deutschland GmbH gegründet. Dieses Partnernetzwerk ermöglicht Lerncoaches den Weg in die sichere Selbstständigkeit. Warum sollen nicht andere von meinen Erfahrungen als Lerncoach profitieren? Sie finden das spannend? Dann schauen Sie hier: www.lerncoaching-deutschland.de.

 


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